Laurinsäure
Laurinsäure (Dodecansäure) ist eine gesättigte Fettsäure mit zwölf Kohlenstoffatomen und der Summenformel C12H24O2. Sie kommt vor allem in Kokosöl und Palmkernöl vor und ist bei Raumtemperatur ein weißer, kristalliner Feststoff. In der Industrie dient sie als Ausgangsstoff für Tenside, Seifen, Ester und kosmetische Inhaltsstoffe. Für Analytik und Lebensmittelanwendungen ist sie in verschiedenen Qualitätsstufen erhältlich.
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Laurinsäure
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Was ist Laurinsäure chemisch?
Laurinsäure, systematisch Dodecansäure (CAS 143-07-7), ist eine unverzweigte, gesättigte Monocarbonsäure mit zwölf Kohlenstoffatomen (C12:0). Die molare Masse beträgt etwa 200,32 g/mol, der Schmelzpunkt liegt bei rund 44 °C. In Wasser ist sie praktisch unlöslich, in Ethanol und vielen organischen Lösungsmitteln dagegen gut löslich. Ihre Salze und Ester werden als Laurate bezeichnet, etwa Natriumlaurat.
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Woher stammt Laurinsäure und wofür wird sie eingesetzt?
Technisch wird Laurinsäure überwiegend durch Hydrolyse und Fraktionierung pflanzlicher Fette gewonnen, insbesondere aus Kokos- und Palmkernöl, in denen sie den Hauptanteil der Fettsäuren stellt. Sie ist ein wichtiges Zwischenprodukt der Oleochemie: Durch Reduktion entsteht Laurylalkohol (Dodecanol), die Basis für Tenside wie Natriumlaurylsulfat. Weitere Einsatzgebiete sind Seifen, Kosmetika, Schmierstoffe, Weichmacher sowie Glycerinester wie Monolaurin. Im Labor wird sie unter anderem als Referenzsubstanz in der Fettsäureanalytik mittels GC-MS genutzt.
Worauf ist bei Beschaffung und Regulierung zu achten?
Laurinsäure ist in unterschiedlichen Reinheitsgraden erhältlich, von technischer Qualität bis zu analytischen Standards; für Lebensmittelanwendungen existieren FCC-konforme Qualitäten. In der EU ist sie unter REACH registriert und in den USA im TSCA-Verzeichnis gelistet. Die GHS-Einstufung, insbesondere hinsichtlich Augenreizung bzw. Augenschädigung, kann je nach Lieferant variieren und sollte stets dem aktuellen SDS entnommen werden. Ein CoA sollte Angaben zu Reinheit, Säurezahl, Jodzahl und Fettsäureverteilung enthalten, da technische Ware oft andere Fettsäuren (z. B. C10 oder C14) enthält.
Verwandte Begriffe
Verwandte Konzepte sind Myristinsäure (C14:0), Caprinsäure (C10:0), Palmitinsäure, Laurylalkohol, Natriumlaurylsulfat, Monolaurin, mittelkettige Fettsäuren sowie Verseifung und Oleochemie.
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