Chloroform
Chloroform ist ein organisch-flüssiges Lösungsmittel mit der chemischen Formel CHCl₃. Es wird in der Chemie und Biotechnologie als Extraktionsmittel und Reagenz verwendet, hat aber aufgrund seiner toxischen und krebserzeugenden Eigenschaften stark an Verwendung verloren.
Was ist Chloroform?
Chloroform, chemisch bekannt als Trichlormethan, ist ein farbloses, flüchtiges Organikum mit der Formel CHCl₃. Ursprünglich als Anästhetikum in der Medizin eingesetzt, wurde es ab dem 20. Jahrhundert aufgrund seiner toxischen Wirkung und gesundheitlichen Risiken weitgehend abgeschafft. Heute findet es vor allem in der chemischen Synthese, als Extraktionsmittel für organische Verbindungen und in der Analytik Verwendung – etwa in der Extraktion von DNA oder Proteinen.
Welche Sicherheits- und Umweltaspekte sind zu beachten?
Chloroform ist ein potenziell krebserzeugendes Substrat (Kategorie 2 nach GHS) und kann bei längerer Exposition gesundheitsschädlich wirken. Es ist leicht flüchtig und kann über die Atemwege aufgenommen werden. Bei der Handhabung sind daher Schutzmaßnahmen wie Arbeitsplatzbelüftung, Handschuhe und Schutzbrille erforderlich. Zudem ist Chloroform unter den REACH- und TSCA-Regulierungen eingeschränkt. Es ist auch ein potenzieller Umweltgifte, da es in Gewässern persistiert und bioakkumulierbar ist.
Welche Alternativen gibt es?
Aufgrund der Risiken werden zunehmend sichere Alternativen wie Ethylacetat, DCM (Dichlormethan, ebenfalls reguliert), oder wasserbasierte Systeme bevorzugt. In der molekularbiologischen Forschung werden oft weniger toxische Extraktionsmethoden mit speziellen Kits verwendet.
Verwandte Konzepte
Chloroform ist verwandt mit anderen halogenierten Kohlenwasserstoffen wie Dichlormethan (DCM) und Trichlorethen (TCE). Es ist auch in der Liste der gefährlichen Stoffe gemäß GHS, REACH und USP enthalten.