Zinknitrat
Zinknitrat (Zn(NO3)2) ist ein anorganisches Zinksalz der Salpetersäure. Im Handel ist meist das farblose, kristalline und stark hygroskopische Hexahydrat (Zn(NO3)2·6H2O) erhältlich. Es löst sich sehr gut in Wasser und Ethanol. Im Labor und in der Industrie dient es vor allem als Zinkquelle für die Synthese von Zinkoxid, Katalysatoren und metallorganischen Gerüstverbindungen (MOFs). Als Nitrat wirkt es oxidierend.
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Zinknitrat-Hexahydrat
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Was ist Zinknitrat und in welchen Formen wird es angeboten?
Zinknitrat ist das Zinksalz der Salpetersäure mit der Summenformel Zn(NO3)2. Kommerziell verbreitet ist vor allem das Hexahydrat (CAS 10196-18-6, molare Masse ca. 297,5 g/mol). Die wasserfreie Form trägt die CAS-Nummer 7779-88-6 (ca. 189,4 g/mol). Das Hexahydrat bildet farblose Kristalle mit niedrigem Schmelzpunkt (ca. 36 °C). Es ist zerfließlich und muss deshalb dicht verschlossen und trocken gelagert werden. Beim Erhitzen zersetzt sich Zinknitrat unter Bildung von Zinkoxid und Stickoxiden.
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Wofür wird Zinknitrat eingesetzt?
- Materialsynthese: Vorstufe für Zinkoxid-Nanopartikel, -Dünnschichten und -Nanostäbchen, z. B. in Sol-Gel- und Hydrothermalverfahren.
- MOF-Chemie: gängige Zinkquelle für metallorganische Gerüstverbindungen wie ZIF-8 oder MOF-5.
- Katalyse: Herstellung zinkhaltiger Trägerkatalysatoren.
- Weitere Anwendungen: Beizmittel in der Färberei sowie Reagenz in der analytischen und präparativen Chemie.
Was ist bei Beschaffung und Regulierung zu beachten?
Zinknitrat ist nach GHS in der Regel als brandfördernd (oxidierender Feststoff, H272) eingestuft. Es ist zudem gesundheitsschädlich beim Verschlucken, reizend für Haut und Augen sowie sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. Die genaue Einstufung ist dem jeweiligen SDS des Lieferanten zu entnehmen. Der Kontakt mit brennbaren Materialien und Reduktionsmitteln ist zu vermeiden.
Bei der Beschaffung sind folgende Punkte wichtig:
- Hydratform: Hydrat oder wasserfreie Form, was für die Einwaage entscheidend ist.
- Reinheitsgrad: technische Qualität oder Reagenzqualität.
- Spezifikationen im CoA: z. B. Gehalt sowie Grenzwerte für Schwermetalle, Eisen und Chlorid.
- Regulatorischer Status: Registrierung unter REACH in der EU bzw. Listung unter TSCA in den USA.
Verwandte Begriffe
Zinkoxid, Zinkchlorid, Zinksulfat, Zinkacetat, Nitrate, Oxidationsmittel, metallorganische Gerüstverbindungen (MOFs), Sol-Gel-Verfahren, Hydrate.
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