Western Blot
Das Western Blot ist eine analytische Methode zur Detektion und Quantifizierung spezifischer Proteine in einer Probe. Es kombiniert die elektrophoretische Trennung von Proteinen mit einer Antikörper-basierten Erkennung und wird häufig in Forschung, Diagnostik und der Qualitätssicherung eingesetzt.
Was ist das Western Blot?
Das Western Blot ist eine etablierte biochemische Technik zur Identifizierung und Quantifizierung einzelner Proteine in komplexen Gemischen. Es basiert auf der elektrophoretischen Trennung von Proteinen nach ihrer Masse (meist mittels SDS-PAGE), anschließender Übertragung auf eine Membran (meist aus PVDF oder Nitrozellulose) und der spezifischen Erkennung durch Antikörper.
Wie funktioniert das Western Blot?
Nach der Trennung der Proteine durch SDS-PAGE werden diese auf eine Membran übertragen ("blotting"). Die Membran wird dann mit einem primären Antikörper inkubiert, der sich spezifisch an das Zielprotein bindet. Anschließend wird ein sekundärer Antikörper mit einem enzymatischen oder fluorophoren Marker verwendet, um die Bindung sichtbar zu machen. Die Signalstärke korreliert mit der Menge des Zielproteins in der Probe.
Welche Anwendungen hat das Western Blot?
Das Verfahren wird in der Forschung zur Analyse von Proteinexpression, Post-Translationalen Modifikationen (z. B. Phosphorylierung) und Protein-Protein-Interaktionen eingesetzt. In der klinischen Diagnostik dient es zur Bestätigung von HIV- oder Borreliose-Infektionen. In der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie unterstützt es die Qualitätssicherung von biologischen Arzneimitteln (z. B. Monoklonalantikörper) und die Validierung von Expressionsprozessen.
Verwandte Konzepte
Verwandte Techniken sind das Eastern Blot (für Post-Translational Modifications), das Northern Blot (für RNA) und das Southern Blot (für DNA). Die Methode ist oft mit ELISA, HPLC und Massenspektrometrie kombiniert, um detaillierte Informationen über Proteine zu erhalten.