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Molekula

Kaliumpermanganat (KMnO4)

Kaliumpermanganat (KMnO4) ist ein anorganisches Salz, das dunkelviolette, fast schwarze Kristalle bildet und in Wasser intensiv violette Lösungen ergibt. Mangan liegt darin in der Oxidationsstufe +7 vor, was die Verbindung zu einem starken Oxidationsmittel macht. Sie wird in der Maßanalyse, der Wasseraufbereitung, der organischen Synthese und als Desinfektionsmittel eingesetzt.

Verfügbar bei Molekula

Kaliumpermanganat

CAS 7722-64-7 · KMnO4

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Kaliumpermanganat (CAS 7722-64-7) ist das Kaliumsalz der Permangansäure mit einer molaren Masse von etwa 158,03 g/mol. Es ist gut wasserlöslich, und seine Lösungen sind charakteristisch violett gefärbt. Als starkes Oxidationsmittel reagiert es heftig mit oxidierbaren und brennbaren Stoffen.

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Wofür wird Kaliumpermanganat im Labor eingesetzt?

In der analytischen Chemie ist KMnO4 die Grundlage der Permanganometrie, einer Form der Redoxtitration. Da die Lösung selbst als Indikator dient (Entfärbung bei der Reduktion zu Mn2+ im sauren Milieu), ist kein zusätzlicher Indikator nötig. Maßlösungen werden üblicherweise gegen eine Urtitersubstanz wie Natriumoxalat eingestellt. In der organischen Chemie dient es zur Oxidation, etwa von Alkenen, sowie als Anfärbereagenz in der Dünnschichtchromatographie. Industriell wird es unter anderem in der Wasser- und Abwasserbehandlung genutzt.

Welche Qualitäten und Dokumente sind für die Beschaffung relevant?

Kaliumpermanganat wird in verschiedenen Qualitäten angeboten, darunter technische Ware, ACS-Reagenzqualität und Arzneibuchqualitäten (z. B. EP, BP, USP). Bei der Beschaffung sollten CoA und SDS geprüft werden, insbesondere Gehalt und Angaben zu Verunreinigungen. In der EU ist der Stoff unter REACH registriert und als Drogenausgangsstoff der Kategorie 2 erfasst, was beim Erwerb und Handel zusätzliche Dokumentations- und Meldepflichten nach sich ziehen kann.

Welche Gefahren sind beim Umgang zu beachten?

Nach GHS ist Kaliumpermanganat unter anderem als oxidierender Feststoff, gesundheitsschädlich beim Verschlucken und sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung eingestuft. Es kann einen Brand verstärken und darf nicht zusammen mit brennbaren Materialien, Reduktionsmitteln oder konzentrierten Säuren gelagert werden. Die genaue Einstufung ist dem jeweiligen SDS zu entnehmen.

Verwandte Begriffe

Verwandte Themen sind Redoxtitration, Oxidationsmittel, Natriumoxalat als Urtitersubstanz, Mangandioxid (Braunstein) als Reduktionsprodukt im neutralen Milieu, GHS-Gefahrenkennzeichnung sowie die Regulierung von Drogenausgangsstoffen.

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