Ammoniumchlorid (NH4Cl)
Ammoniumchlorid (NH4Cl), auch als Salmiak bekannt, ist ein weißes, kristallines und gut wasserlösliches Salz aus Ammonium- und Chloridionen (CAS 12125-02-9). Im Labor wird es unter anderem für Pufferlösungen, die Lyse von Erythrozyten und als Stickstoffquelle in Nährmedien eingesetzt. Industriell dient es als Düngemittel, Flussmittel und Lebensmittelzusatzstoff (E 510).
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Ammoniumchlorid
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Ammoniumchlorid ist das Ammoniumsalz der Salzsäure mit der Summenformel NH4Cl und einer molaren Masse von etwa 53,49 g/mol. Wässrige Lösungen reagieren schwach sauer. Beim Erhitzen sublimiert die Verbindung unter Zersetzung in Ammoniak und Chlorwasserstoff.
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Wofür wird Ammoniumchlorid im Labor verwendet?
In der Zell- und Molekularbiologie ist NH4Cl Bestandteil von Lysepuffern zur selektiven Entfernung roter Blutkörperchen, etwa im sogenannten ACK-Puffer. Zusammen mit Ammoniak bildet es ein Puffersystem im basischen Bereich. In der Mikrobiologie dient es als Stickstoffquelle in definierten Minimalmedien. Für die Proteinexpression mit Isotopenmarkierung wird 15N-markiertes Ammoniumchlorid eingesetzt, z. B. für NMR-Untersuchungen.
Welche Qualitäten sind für Beschaffung und Regulatorik relevant?
Ammoniumchlorid ist in verschiedenen Reinheitsgraden erhältlich, darunter ACS-Reagenzqualität sowie Arzneibuchqualitäten nach EP (Ph. Eur.) und USP. Für Lebensmittelanwendungen sind Qualitäten nach FCC bzw. den Spezifikationen für E 510 maßgeblich. Ein CoA dokumentiert chargenbezogen Gehalt und Verunreinigungen. Der Stoff ist unter REACH registriert.
Welche Gefahrenhinweise sind zu beachten?
Nach GHS ist Ammoniumchlorid als gesundheitsschädlich beim Verschlucken (H302) und als augenreizend (H319) eingestuft. Angaben zu Handhabung, Lagerung und Schutzmaßnahmen enthält das SDS des jeweiligen Lieferanten. Die Substanz ist hygroskopisch und sollte trocken und dicht verschlossen gelagert werden.
Verwandte Begriffe
Verwandte Begriffe sind Ammoniak, Ammoniumsulfat und Natriumchlorid sowie Puffersysteme wie Tris, HEPES und PBS. Im Kontext der Probenvorbereitung ist auch die Erythrozytenlyse relevant, im Kontext der Qualitätssicherung das CoA.
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