Massenspektrometrie
Massenspektrometrie ist eine analytische Technik zur Bestimmung der Masse von Molekülen und Ionen. Sie ermöglicht die Identifikation, Quantifizierung und Strukturaufklärung von Verbindungen in komplexen Proben.
Was ist Massenspektrometrie?
Massenspektrometrie ist eine hochpräzise Methode zur Analyse von Molekülen basierend auf ihrem Massen-Ladungs-Verhältnis (m/z). Die Technik wird in der Chemie, Biochemie, Pharmazeutik und Lebensmittelanalytik eingesetzt, um Verbindungen zu identifizieren, ihre Struktur zu bestimmen und in geringen Konzentrationen nachzuweisen.
Wie funktioniert die Massenspektrometrie?
Der Prozess erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird die Probe in gasförmige Ionen überführt (Ionisation), typischerweise mittels Elektronenstoßionisation (EI), Elektrosprayionisation (ESI) oder Matrix-assistierter Laserdesorption/Ionisation (MALDI). Anschließend werden die Ionen nach ihrem m/z-Verhältnis in einem Massenspektrometer getrennt, beispielsweise durch elektrische oder magnetische Felder. Die detektierten Ionen erzeugen ein Massenspektrum, das als Fingerabdruck der Substanz dient.
Welche Anwendungen hat die Massenspektrometrie?
In der biotechnologischen Forschung wird sie zur Analyse von Proteinen, Peptiden und Metaboliten eingesetzt. In der Arzneimittelentwicklung unterstützt sie die Qualitätskontrolle und die Untersuchung von Metaboliten. In der Umweltanalytik und Lebensmittelüberwachung ermöglicht sie die Detektion von Kontaminanten wie Pestiziden oder Schwermetallen. Kombiniert mit Chromatographietechniken (z. B. LC-MS, GC-MS) steigert sie die Trennleistung und Spezifität.
Verwandte Konzepte
Massenspektrometrie wird oft mit anderen analytischen Methoden wie NMR, HPLC, GC-MS oder ELISA kombiniert, um umfassende Informationen über Proben zu erhalten. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Einhaltung von Normen wie ISO, REACH, TSCA und GHS.