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Molekula

Ethanol

Ethanol ist ein flüchtiger, brennbarer Alkohol, der als Lösungsmittel, Desinfektionsmittel und als Rohstoff in der Chemie- und Pharmaindustrie verwendet wird. Er ist in der Regel als reiner Stoff oder in Lösungen mit Wasser erhältlich.

Ethanol: Eigenschaften und Anwendungen

Was ist Ethanol chemisch?

Ethanol (C₂H₅OH) ist ein einfacher primärer Alkohol, der durch die alkoholische Gärung von Zucker oder durch die Hydratisierung von Ethylen hergestellt wird. Er ist farblos, leicht flüchtig und mischbar mit Wasser, Ethanol und vielen organischen Lösungsmitteln. In der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie wird Ethanol als Reinigungsmittel, als Konservierungsmittel und als Reagenz in Laborprozessen eingesetzt. Die Reinheit ist entscheidend – für pharmazeutische Anwendungen gelten strenge Standards wie USP, EP oder BP.

Welche Anwendungen hat Ethanol in der Biotechnologie und im Labor?

In Labor- und Forschungseinrichtungen wird Ethanol häufig als Desinfektionsmittel für Oberflächen und Geräte verwendet. Er dient auch als Lösungsmittel für lipophile Verbindungen, bei der DNA- und Proteinextraktion sowie zur Präzipitation von Nukleinsäuren. In der Herstellung von Impfstoffen und biologischen Arzneimitteln ist Ethanol ein wichtiger Bestandteil zur Stabilisierung und Reinigung. Die Verwendung von Ethanol muss gemäß GHS, REACH und TSCA sowie den jeweiligen Sicherheitsdatenblättern (SDS) erfolgen, insbesondere wegen seiner brennbaren Natur und gesundheitlichen Risiken.

Welche Sicherheits- und Regulierungshinweise gelten für Ethanol?

Ethanol ist leicht entzündlich (Kategorie 2 nach GHS) und sollte daher an gut belüfteten Orten und fern von offenen Flammen gelagert werden. Die Verwendung erfordert entsprechende Schutzmaßnahmen wie Handschuhe und Schutzbrille. Bei der Beschaffung ist auf die Zertifizierung (z. B. ACS, FCC, USP) zu achten. Die Lagerung und der Transport müssen den internationalen Vorschriften (z. B. UN-Nummer 1170) entsprechen.

Verwandte Begriffe

Ethanol wird oft mit anderen Alkoholen wie Isopropanol, Methanol oder 2-Propanol verglichen. Unterschiede liegen in der Toxizität, Reinheitsgrad und Anwendungsbereichen. In der Bioanalytik ist die Reinheit entscheidend – hier werden oft HPLC- oder NMR-qualifizierte Grade verwendet.

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