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Molekula

Tricine

Tricine ist ein zwitterionisches Puffermittel, das in der Biochemie und Molekularbiologie zur Stabilisierung von Proteinen und zur Optimierung von Elektrophorese- und Enzymreaktionen eingesetzt wird. Es ist besonders effektiv bei pH-Werten zwischen 7,0 und 9,0.

Was ist Tricine?

Tricine, chemisch bekannt als N-[Tris(hydroxymethyl)methyl]glycin, ist ein zwitterionisches Puffermolekül, das in der Biochemie und Molekularbiologie weit verbreitet ist. Es wird hauptsächlich als Puffer in Elektrophoreseverfahren wie SDS-PAGE und in Enzymreaktionen verwendet, da es eine stabile pH-Regulation bei physiologischen und leicht alkalischen pH-Werten (7,0–9,0) ermöglicht. Seine geringe Ionenstreuung und gute Löslichkeit in Wasser machen es ideal für sensible biologische Anwendungen.

Warum wird Tricine in der Laborpraxis bevorzugt?

Tricine zeichnet sich durch eine hohe Pufferkapazität bei höheren pH-Werten aus, was es besonders geeignet für die Analyse von Proteinen mit hohem isoelektrischem Punkt (pI) macht. Im Vergleich zu anderen Puffern wie Tris oder HEPES hat Tricine eine geringere Beeinflussung von Enzymaktivitäten und eine bessere Stabilität bei langen Experimenten. Zudem ist es in der Regel frei von Metallionen, was die Reinheit der Ergebnisse erhöht. Es wird häufig in der Proteinreinigung, in der Elektrophorese und bei der Herstellung von Reagenzien für PCR und ELISA verwendet.

Welche Sicherheitseigenschaften hat Tricine?

Tricine gilt als ungiftig und ist in der Regel gut verträglich. Es ist nicht unter den gesetzlichen Regelwerken wie REACH oder GHS als gefährlich eingestuft. Dennoch sollten bei der Handhabung Standard-Sicherheitsmaßnahmen wie Handschuhe und Schutzbrille beachtet werden. Die CAS-Nummer lautet 30324-77-7.

Related concepts

Tris, HEPES, SDS-PAGE, Puffer, Isoelektrischer Punkt, Proteinanalyse, Elektrophorese

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