Phosphatpufferlösungen (PBS)
Phosphatpufferlösungen (PBS) sind wässrige Puffer, die zur Aufrechterhaltung eines stabilen pH-Werts in biologischen Systemen eingesetzt werden. Sie sind weit verbreitet in der Laborpraxis für Wasch- und Dilutionsprozesse in der Zellkultur und Molekularbiologie.
Was ist Phosphatpufferlösung (PBS)?
Phosphatpufferlösungen (PBS) sind standardisierte wässrige Lösungen, die einen pH-Wert von etwa 7,4 aufweisen und durch die Kombination von Monopotassiumphosphat (KH₂PO₄) und Natriumhydroxid (NaOH) oder Natriumphosphat (Na₂HPO₄) hergestellt werden. Sie sind besonders geeignet, um die physiologische Umgebung von Zellen nachzuahmen und werden häufig in der Zellkultur, Immunologie, Biochemie und Molekularbiologie verwendet.
Welche Anwendungen hat PBS im Labor?
PBS dient als neutrale, isotonische Lösung für die Reinigung von Zellen, Geweben oder Proteinen. Sie wird beispielsweise zum Waschen von Zellen nach Fixierung, zur Herstellung von Antikörperlösungen oder zur Dilution von Reagenzien verwendet. Die Lösung ist stabil, leicht herzustellen und hat eine hohe biokompatible Wirkung. In der Forschung wird PBS auch als Ausgangslösung für die Herstellung von komplexeren Medien wie DMEM oder RPMI verwendet.
Warum ist die Zusammensetzung von PBS wichtig?
Die genaue Zusammensetzung von PBS – insbesondere die Konzentrationen von NaCl, KCl, Na₂HPO₄ und KH₂PO₄ – ist entscheidend für die Stabilität des pH-Werts und die Osmolarität. Eine Abweichung kann zu Zelllyse oder Veränderungen der Proteinfunktion führen. Standard-PBS enthält typischerweise 137 mM NaCl, 2,7 mM KCl, 10 mM Na₂HPO₄ und 1,8 mM KH₂PO₄. Für spezielle Anwendungen können auch spezielle Varianten wie Ca²⁺- und Mg²⁺-freie PBS verwendet werden.
Verwandte Konzepte
PBS ist verwandt mit anderen Pufferlösungen wie HEPES, Tris oder PBS mit Zusätzen (z. B. BSA, EDTA). Die Auswahl hängt von der spezifischen Anwendung ab, z. B. bei Enzymreaktionen oder Zellisolierung.