DNA-Fällung
DNA-Fällung ist ein Verfahren zur Isolierung von DNA aus einer Lösung durch Zugabe von Alkoholen wie Ethanol oder Isopropanol, wodurch die DNA aus der Lösung ausfällt und anschließend zentrifugiert werden kann.
Was ist die DNA-Fällung?
Die DNA-Fällung ist ein grundlegendes Verfahren in der molekularbiologischen Laborpraxis, das zur Reinigung und Konzentration von DNA aus biologischen Proben dient. Durch Zugabe von Alkoholen – meist Ethanol oder Isopropanol – wird die Löslichkeit der DNA verringert, wodurch sie aus der Lösung ausfällt. Dieser Prozess wird durch die Zugabe von Salzen wie Natriumacetat oder Natriumchlorid unterstützt, die die negative Ladung der DNA neutralisieren und die Fällung erleichtern.
Wie funktioniert die DNA-Fällung?
Die Fällung basiert auf der physikalischen Eigenschaft von DNA, in wässrigen Lösungen löslich zu sein, aber in Gegenwart von Alkoholen und Salzen unlöslich zu werden. Nach der Zugabe von Alkohol wird die Probe bei niedriger Temperatur (z. B. –20 °C) inkubiert, um die Fällung zu optimieren. Anschließend wird die DNA durch Zentrifugation aus der Lösung entfernt. Der Überstand wird abgegossen, und der DNA-Pellet wird mit 70 % Ethanol gewaschen, um Restsalze und Alkohol zu entfernen. Nach Trocknung wird die DNA in einem geeigneten Puffer wie Tris-EDTA (TE) oder Wasser resuspendiert.
Welche Anwendungen hat die DNA-Fällung?
Die Methode wird in der DNA-Extraktion, PCR-Vorbereitung, Genomik, Klonierung und der Herstellung von DNA-Präparaten für therapeutische oder diagnostische Anwendungen eingesetzt. Sie ist kostengünstig, einfach zu handhaben und eignet sich für verschiedene Probenarten wie Blut, Gewebe, Zellen oder mikrobielle Kulturen.
Verwandte Konzepte
Die DNA-Fällung ist eng mit anderen Nukleinsäure-Isolationsmethoden wie Silica-Matrix-Extraktion, Phenol-Chloroform-Extraktion und magnetischen Partikeln verbunden. Sie ist ein zentraler Schritt in vielen Protokollen, die eine hohe Reinheit und Verfügbarkeit von DNA erfordern.